UNIQA Österreich


Prämien

In UNIQA Österreich verringerten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung im Jahr 2014 leicht um 1,2 Prozent auf 2.773,5 Millionen Euro (2013: 2.806,7 Millionen Euro). Der Grund dafür liegt im weiterhin deutlichen Prämienrückgang in der fondsgebundenen Lebensversicherung. Hauptauslöser dieser Entwicklung sind nachlaufende Effekte aus abreifenden Lebensversicherungsverträgen im Zusammenhang mit dem bereits 2011 gefassten Beschluss, sich komplett aus dem deutschen Markt zurückzuziehen und kein Neugeschäft mehr zu zeichnen. Die laufenden Prämien reduzierten sich dabei um 1,2 Prozent auf 2.741,7 Millionen Euro (2013: 2.774,6 Millionen Euro). Die Einmalerläge blieben mit 31,9 Millionen Euro mehr oder weniger auf dem Niveau des Vorjahres (2013: 32,1 Millionen Euro).

Inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung betrug das abgegrenzte Prämienvolumen von UNIQA Österreich 2.137,0 Millionen Euro (2013: 2.196,2 Millionen Euro). Das abgegrenzte Prämienvolumen im Eigenbehalt (nach IFRS) sank 2014 leicht um 0,3 Prozent auf 1.993,9 Millionen Euro (2013: 1.999,2 Millionen Euro).

Während die verrechneten Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung um 2,7 Prozent auf 1.362,6 Millionen Euro (2013: 1.326,2 Millionen Euro) stiegen, erhöhten sie sich in der Krankenversicherung um 2,4 Prozent auf 887,3 Millionen Euro (2013: 866,2 Millionen Euro). In der Lebensversicherung (inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung) reduzierten sie sich hingegen um 14,7 Prozent auf 523,7 Millionen Euro (2013: 614,2 Millionen Euro).

Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt (nach IFRS) stiegen in der Schaden- und Unfallversicherung um 0,7 Prozent auf 753,0 Millionen Euro (2013: 747,6 Millionen Euro) und in der Krankenversicherung um 2,5 Prozent auf 886,9 Millionen Euro (2013: 865,2 Millionen Euro). In der Lebensversicherung sanken sie um 8,4 Prozent auf 353,9 Millionen Euro (2013: 386,4 Millionen Euro). Inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung betrug das abgegrenzte Prämienvolumen in der Lebensversicherung 497,0 Millionen Euro (2013: 583,5 Millionen Euro).

Leistungen

Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt verringerten sich 2014 bei UNIQA Österreich um 2,6 Prozent auf 1.637,2 Millionen Euro (2013: 1.680,5 Millionen Euro). In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen sie allerdings, getrieben von Abwicklungsverlusten im Bereich der Seekaskoversicherung, um 4,7 Prozent auf 516,5 Millionen Euro (2013: 493,5 Millionen Euro) und in der Krankenversicherung um 1,1 Prozent auf 744,3 Millionen Euro (2013: 736,2 Millionen Euro). In der Lebensversicherung sanken sie hingegen im Einklang mit den abgegrenzten Prämien um 16,5 Prozent auf 376,4 Millionen Euro (2013: 450,7 Millionen Euro). Die Schadenquote in der Schaden- und Unfallversicherung lag 2014 somit bei 68,6 Prozent (2013: 66,0 Prozent).

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb abzüglich der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus Rückversicherungsabgaben in Höhe von 175,8 Millionen Euro (2013: 179,4 Millionen Euro) verringerten sich im Geschäftsjahr 2014 um 5,8 Prozent auf 394,0 Millionen Euro (2013: 418,1 Millionen Euro). Im Vorjahr waren außergewöhnliche Belastungen im Zusammenhang mit strategischen Projekten enthalten. In der Schaden- und Unfallversicherung sanken sie um 9,3 Prozent auf 173,1 Millionen Euro (2013: 190,9 Millionen Euro). In der Krankenversicherung erhöhten sie sich um 6,0 Prozent auf 130,0 Millionen Euro (2013: 122,6 Millionen Euro). Haupttreiber dieser Entwicklung ist die aufgrund des neuen Geschäftsmodells in Österreich geänderte Kostenzuordnung. In der Lebensversicherung reduzierten sie sich wiederum um 13,1 Prozent auf 90,9 Millionen Euro (2013: 104,6 Millionen Euro).

Die Kostenquote nach Rückversicherung von UNIQA Österreich – das Verhältnis der gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb abzüglich der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus Rückversicherungsabgaben zu den abgegrenzten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung – betrug im abgelaufenen Jahr 18,4 Prozent (2013: 19,0 Prozent).

Kapitalanlageergebnis

Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen sanken 2014 im Segment UNIQA Österreich um 4,2 Prozent auf 363,0 Millionen Euro (2013: 379,1 Millionen Euro).

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von UNIQA Österreich stieg im Berichtsjahr, getrieben von der soliden Ergebnisentwicklung in den Bereichen Schaden- und Unfallversicherung und Krankenversicherung, um 18,6 Prozent auf 273,9 Millionen Euro (2013: 231,0 Millionen Euro). In der Schaden- und Unfallversicherung erhöhte es sich um 21,8 Prozent auf 100,7 Millionen Euro (2013: 82,7 Millionen Euro) und in der Krankenversicherung um 37,6 Prozent auf 130,2 Millionen Euro (2013: 94,6 Millionen Euro). In der Lebensversicherung verringerte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hingegen um 19,9 Prozent auf 43,0 Millionen Euro (2013: 53,7 Millionen Euro). Maßgeblicher Grund dafür war das um 25,1 Prozent auf 180,8 Millionen Euro (2013: 241,5 Millionen Euro) gesunkene Kapitalanlageergebnis.

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